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Es wächst zusammen, was zusammen gehört

am 31. März 2009

Langsam aber sich wächst zusammen, was zusammen gehört: Traditionelles Projektmanagement und agile Techniken nähern sich an. Genauer gesagt deren Organe, also die PMI und die Scrum-Alliance. So gab es unlängst auf dem Scrum Gathering in Orlando hohen Besuch von der PMI. Deren Chef Gregory Balestrero hielt dort nämlich höchstpersönlich die Keynote. Denn er ist neuerdings schwer begeistert von agilen Techniken.

Das Pikante daran ist, dass nicht alle Scrum-Anhänger von dieser Umarmung genauso begeistert sind. Beispielsweise Tobias Mayer, der in in seinem Blog schrieb: „Gregory Balestreros langerwartete Keynote-Ansprache auf dem Scrum Gathering war eine Art Anti-Höhepunkt. Sie war unverfänglich, generisch und bot weder Widerstand gegen, noch Unterstützung für Scrum über die übliche Lasst-uns-zusammen-arbeiten-Rhetorik hinaus.

Aber selbst von solcher Kritik lässt sich der PMI-Chef nicht aus der Bahn werfen. Auf seinem Blog ist er von Mayer total begeistert und meint, es sei eine längst überfällige Konversation im Gange. Da hat er nun auch wieder Recht.

Nun berichtet Kollege Andreas Heilwagen, dass es im zweiten Quartal dieses Jahres ein PMI Agile Forum geben soll. Es passiert also tatsächlich etwas. Aber ob es das Richtige ist? Keine Frage: “Traditionelles” Projektmanagement hat seine Berechtigung. Genauso agile Techniken wie Scrum oder XP. Aber man sollte sie meiner Meinung nach nicht vermengen und dadurch aufweichen. Vielmehr sollte man gemeinsame “Schnittstellen” schaffen, damit beide Arten des Projektmanagements problemlos und transparent nebeneinander existieren können. Auch innerhalb eines Projektes.

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Von Richard Joerges
Blogger, Sozial-Media-Berater, Autor und Mac-Spezialist.

Post-Mortem-Fragen im Projektmanagement

am 30. März 2009

Der letzte Meilenstein ist erreicht, das Projekt ist beendet. Aber es wird ja hoffentlich nicht das letzte sein. Und da es immer Raum für Verbesserungen gibt, stellt sich die Frage, wie man sicher stellt, dass es das nächste mal noch besser läuft. Also habe ich ein wenig nachgeforscht und bin auf folgende Fragen gestossen, die sich das Projektteam nach dem Ende eines Projektes unbedingt stellen sollte:

  1. Sind wir glücklich und zufrieden mit dem Verlauf des Projektes? Was hat gepasst, was war weniger gut?
  2. Was war der frustrierendste Aspekt des Projektes?
  3. Was sollte beim nächsten mal anders gemacht werden, damit sich diese Frustration nicht wiederholt?
  4. Was war das erfreulichste oder beruflich befriedigendste am Projekt?
  5. Welche unserer Methoden oder Prozesse haben besonders gut funktioniert?
  6. Welche unserer Methoden oder Prozesse waren schwierig anzuwenden oder haben uns frustriert?
  7. Wenn wir Zaubern und mit einem Streich etwas am Projekt ändern könnten, was wäre es?
  8. Haben die Stakeholder, das Management, der Kunde und die Sponsoren das Projekt effektiv begleitet? Wenn nicht, was muss getan werden, damit es das nächste mal besser läuft?

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Von Richard Joerges
Blogger, Sozial-Media-Berater, Autor und Mac-Spezialist.

Projektmanagement: Fragen über Fragen…

am 25. März 2009

Nicht ganz so dumme Projektmanagement-Fragen“ heißt eine zur Zeit laufende Abstimmung, die der Projektmanagement-Blogger Hal Macomber ins Netz gestellt hat. Die Prämisse lautet: „Der Nur-ja-nicht-das-Boot-ins-Wanken-bringen-Anspruch zerstört Projekte. Deshalb müssen alle Beteiligten die Möglichkeit haben Fragen stellen zu können. Auch wenn sie auf den ersten Blick noch so dumm klingen mögen. Es könnte das Projekt retten“. Das Ziel der Umfrage ist, die wichtigsten solcher Fragen zu finden und in eine Reihenfolge zu bringen.

Zur Zeit sind 49 Fragen, die Projektmanager und an Projekten Beteiligte jeder Zeit stellen dürfen, beziehungsweise sogar müssen, in der Abstimmung. Ich habe die meiner Meinung nach zehn wichtigsten Fragen übersetzt und hier zusammengestellt. Mich würde interessieren, wie Sie das sehen?

  • Verdienen wir damit Geld?
  • Warum ist das so kompliziert?
  • Ist das was wir tun auch das, was der Kunde will?
  • Was habe ich vergessen zu fragen?
  • Sieht das jemand anders?
  • Ist meine Sichtweise des Projektes die gleiche wie die des Teams und des Kunden?
  • Weißt du was „fertig“ bzw. „erledigt“ wirklich bedeutet?
  • Warum müssen wir das tun?
  • Wo willst du die Zeit hernehmen um das zu erledigen?
  • Ist das legal?

Anmerkung: Die letzte Frage mag auf den einen oder anderen etwas befremdlich wirken. Meine Erfahrung aber ist, dass in Diskussionen über Projekte immer wieder To-dos aufkommen, die hinsichtlich der Legalität hinterfragt werden müssen. Meistens tauchen solche Punkte im Zusammenhang mit Marketing auf. Stichworte: Unverlangt eingesandte Werbung, Spam und Datenschutz.

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Von Richard Joerges
Blogger, Sozial-Media-Berater, Autor und Mac-Spezialist.

Projekt-Praktikum: Scrum-Fehler vermeiden

am 24. März 2009

Bärbel de BouvierHeute bin ich über eine schöne Video-Präsentation von Henrik Kniberg gestolpert. Henrik ist Schwede und Coach für agile und schlanke Softwareentwicklung. Auf der Java-Konferenz Jfokus 2008  hat er einen sehens- und hörenswerten Vortrag mit dem viel sagenden Titel “10 ways to screw up with despite Scrum and XP” gehalten. Ein unterhaltsames und lehrreiches Video für alle, die sich für agile Methoden interessieren.

 

10 ways to screw up with Scrum and XP

Update: Das Video ist leider nicht mehr erreichbar

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