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Scheitern als Chance

am 30. November 2009

Gemeinhin sagt man, dass der Unterschied zwischen erfolgreichen und weniger erfolgreichen Menschen folgender ist: Erfolgreiche Menschen kommen nach einem Fehlschlag schneller auf die Beine und sie lernen aus ihren Niederlagen. Weniger Erfolgreiche hingegen lassen sich von Niederschlägen desillusionieren und lernen nicht aus ihren Fehlern. Soweit so gut.

Letzte Woche habe ich dazu einen passenden Beitrag im Handelsblatt gefunden. Es geht dort um die Forschungen von Holger Patzelt am Max-Plank-Institut für Ökonomik. Laut Handelsblatt ist einer seiner gegenwärtigen Forschungsschwerpunkte das Scheitern:

… Wir haben zum Beispiel in einem neueren Forschungsprojekt festgestellt, dass man aus Fehlern nicht lernt, wenn man sich schlecht fühlt. Techniken, mit denen man diese negativen Emotionen in Griff bekommt, helfen jedoch Lernen und Motivation zu fördern. Wir haben herausgefunden, dass Mitarbeiter sich weder allein auf ihre zurückliegenden Fehler konzentrieren noch ausschließlich nach vorne blicken sollten. Sie sollten zwischen den beiden Themen hin- und herpendeln, damit sie genug aus den Fehlern lernen, aber auch ihre Motivation zurückerobern.

Denken Sie also daran, wenn mal eines Ihrer Projekte nicht erfolgreich abgeschlossen wird: Scheitern kann auch eine Chance sein. Übrigens forscht Holger Patzelt laut des Handelsblatt-Artikels besonders gerne in Unternehmen der biochemischen Industrie. Dort scheitern bis zu 90 Prozent der Projekte!

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Von Richard Joerges
Blogger, Sozial-Media-Berater, Autor und Mac-Spezialist.

ConventionCamp 2009 in Hannover #cch09

am 27. November 2009

Am gestrigen Tag fand in Hannover das ConventionCamp 2009 statt. Von den knapp 1.000 angemeldeten Besuchern fanden letztendlich zwar nicht alle den Weg auf das Messegelände, alles in allem war die Veranstaltung dennoch ein Riesenerfolg. Das lag nicht zuletzt an der Qualität der Vorträge und der Teilnehmer.

Barcamps sind für ihre offene Diskussionskultur bekannt. Was wir aber gestern – zumindest in unserer Session über PR & Marketing im Social Web – erlebt haben, war dennoch beeindruckend: Der recht große Raum war überfüllt, die Leute standen bis auf den Gang, saßen teilweiße auf dem Boden. Jeder freie Flecken wurde genutzt. Schon nach kürzester Zeit entspann sich eine sehr ehrliche, durchaus selbstkritische und vor allem konstruktive Diskussion über das sich ändernde Berufsbild der PR- und Marketing-Fachleute im Zeitalter des Web 2.0. Noch zwei Stunden nach der Session wurde im Foyer weiterdiskutiert.

Womit sich wieder einmal gezeigt hat, dass sich die Teilnahme an einer guten Konferenz bzw. einem Barcamp in jedem Fall lohnt.

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Von Richard Joerges
Blogger, Sozial-Media-Berater, Autor und Mac-Spezialist.

Sind Messen eigentlich noch zeitgemäß?

am 25. November 2009

Erinnern Sie sich noch an die goldenen Zeiten der IT? Ich meine damit die Zeit der großen Messen? Das liegt nur wenige Jahre zurück. Da gab es in Las Vegas die Comdex. Lange Zeit die wichtigste Computer-Messe überhaupt. Ich glaube, das letzte mal war ich 1990 oder 91 dort. Und erst die CeBit in Hannover und Systems in München. Wer in der Branche etwas zu sagen hatte, musste auf eine dieser Messen präsent sein.

Die Zeiten haben sich geändert. Die Comdex gibt es schon lange nicht mehr und auch die Systems fand im Vorjahr zum letzten mal statt. Lediglich die CeBit gibt es noch, auch wenn sie ihr Gesicht geändert hat. Zum Beispiel durch ein von Jahr zu Jahr immer größer werdendes Konferenzangebot. Die Messe München hat sich gleich ganz vom Messekonzept getrennt und setzte dieses Jahr statt auf die Systems auf die discuss & discover. Wie der Name schon sagt, eine vor allem durch ein umfangreiches Konferenz- und Event-Prohramm geprägte Veranstaltung.

Sind also Messen überhaupt noch zeitgemäß? Offenbar nicht. Große Teile der IT-Branche finden sich auf Konferenzen besser präsentiert, als auf einer klassischen Messe. Selbst kleine, themenspezifische Branchenmessen rechnen sich nicht mehr für jede Firma. Ein Grund dafür sind sicherlich die damit verbundenen Kosten. Der Messe-Auftritt mit den Kosten für Messestand, Personal und Arbeitsausfall lohnt nur, wenn ein Vielfaches an Auftragsvolumen dabei hereinkommt. Doch die Branche hat sich geändert, speziell der Vertrieb. Statt auf der Messe wird im Internet geordert. Kein Wunder also, dass viele Unternehmen, speziell aber Software-Hersteller, vielen Messen fern bleiben.

Und wie ist das dann mit den Konferenzangeboten? Sie bieten eine erstklassige Möglichkeit sich in seinem Themenfeld eine gute Reputation zu verschaffen. Statt Messstand gilt es also einen Vortrag oder gar eine eigene Konferenz zu organisieren. Sicher, das ist nicht jedermanns Sache, aber billiger als der pompöse Messeauftritt ist es allemal.

Und aus Besuchersicht? Auf einer Konferenz gibt es definitiv mehr Infos und das Networking klappt auch besser. Nur wer Hilfe bei einer Kaufentscheidung braucht, wird sich auf einer Konferenz nicht wieder finden. Aber da gibt es ja das Internet…

Und die Kosten? Ja, das kann ein Problem sein, denn für so manches Konferenzticket werden drei und manchmal sogar vierstellige Summen aufgerufen. Zum Glück gibt es aber mit den verschiedenen Barcamps und diversen Mischformen zwischen Camp und Konferenz auch kostenlose bzw. preiswerte Alternativen. Ein Beispiel dafür ist das morgen stattfindende Convention-Camp in Hannover mit dem Thema “Zukunft des Internets”. Mit bis dato 933 angemeldeten Teilnehmern und einem mehr als reichhaltigen Informationsprogramm wird das wohl eine der größten Veranstaltungen dieser Art werden. See you there…

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Von Richard Joerges
Blogger, Sozial-Media-Berater, Autor und Mac-Spezialist.

Empfehlenswerte Links und Lesestoff für heute

am 24. November 2009

  • Angenommen Sie wollen Projektmanager werden. Dann sollten Sie ein paar Dinge können und bestimmte Charakterzüge besitzen. Dazu gehören beispielsweise die effiziente Leitung eines Meetings oder eine Ergebnisorientierte Einstellung. Insgesamt sind es laut Josh Nankivel 11 Dinge, die Sie wissen und können müssen.
  • Wenn Sie zu den Selbständigen bzw. Freiberuflern gehören oder für einen Dienstleister arbeiten, dann kennen Sie sicherlich den einen oder anderen schwierigen Kunden. Ich rede von solchen Typen, die alles besser wissen, ständig etwas zu meckern haben, unverschämt oder schlichtweg zu blöd sind. Trost finden Sie auf der lesenswerten Website Clients from Hell. Sie werden merken, dass es a) immer noch schlimmer geht und b) es vielen anderen auch so geht wie Ihnen.
  • Zum Schluss noch ein weiterer Beitrag über Google Wave. Auch Software-Entwickler und Projektmanager Pawel Brodzinski hat sich den neuen Dienst angesehen. Allerdings ist er wenig begeistert, weil unter anderem das Wave-Fenster zu groß für seinen Netbook ist. Ein Problem, das Mac-Nutzer weniger betrifft. Trotzdem lesenswert.

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Von Richard Joerges
Blogger, Sozial-Media-Berater, Autor und Mac-Spezialist.