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Besseres Projektmanagement: Was uns wirklich motiviert

am 28. Mai 2010

Motivation (Bild: RSA)Eine Grundvoraussetzung für gutes Projektmanagement ist die Fähigkeit zu Motivieren. Also beispielsweise die Teammitglieder trotz aller Widrigkeiten dazu zu bringen, das zu tun, was zu tun ist und das auch noch möglichst in der vorgegebenen Zeit und mit möglichst wenig Mitteln.

Für Kenner der Motivationstheorie von Maslow ist klar, dass finanzielle Anreize, sprich Prämien, nicht unbedingt das geeignete Mittel sind um Mitarbeiter anzuspornen. Denn, sind die (finanziellen) Grundbedürfnisse abgedeckt, sind Sicherheit, Sozialbedürfnisse, Anerkennung, Wertschätzung sowie die Selbstverwirklichung wesentlich wichtigere Motivationsfaktoren. So weit eigentlich nichts Neues.

Was neu ist, ist die Art, wie die in Großbritannien beheimatete Royal Society for the encouragement of Arts, Manufactures & Commerce (RSA) diesen Sachverhalt präsentiert. Ein wunderbares, und sehr empfehlenswertes Video über das, was uns motiviert: Selbstverwirklichung, der Wille etwas zu lernen und Sinnhaftigkeit! (via Scobleizer).

Hier geht es zum Video:

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Von Richard Joerges
Blogger, Sozial-Media-Berater, Autor und Mac-Spezialist.

Ein Abend in Wolfgang’s Steakhouse

am 26. Mai 2010

Leser dieses Blogs wissen längst, dass ich hier von Zeit zu Zeit meine gastronomischen Erfahrungen Preis gebe. Und da ich einem guten Steak selten abgeneigt bin, ist oft ein solches Restaurant mein Ziel.
So auch dieses Mal, was für mich ganz besonders war. Meine Frau schenkte mir einen Besuch des Musicals Hair. Als “alter” Hippie war ich darüber mindestens genauso erfreut, dass die Aufführung in New York am Broadway war.
Kurz zum Musical. Nach Cats, Mama Mia und anderen deutschen Aufführungen war ich im siebten Himmel. Ich habe noch nichts authentischeres und dynamischeres erlebt. In jedem Fall ein Tipp wert. Die Story basiert mehr auf dem original Musical als dem Film. Also auch für Leute, die den Film in und auswendig kennen, ein tolles Erlebnis.
Am letzten Abend wollte ich meiner Frau ein besonderes “Danke schön” zukommen lassen und lud sie auf ein Steak ein. Nach meinen Erzählungen von Mortons und des Taddich Grill hat sie im wahrsten Sinne des Wortes Blut geleckt. Und damit ging das Drama im Grunde schon los. Ich hatte Wolfgangs in Soho als Steak-House auf dem Level von Mortons angekündigt, was in kein Fall so ist. Es hat nicht einmal einen Hauch von dessen Charme und Ambiente.
Der Raum war stark herunter gekühlt, so dass ich mein Sakko erst gar nicht auszog. Meine Frau hatte nicht so viel Glück und musste sich ihrer Jacke entledigen, die aber nicht wie erwartet, vom Service abgenommen wurde. Aber auch neben der Temperatur ist das Ambiente stark verbesserungswürdig. Es ist sehr hell und wirkt gar nicht so, wie die Preise es vermuten lassen. Alles in allem nicht ungemütlich, nur nicht wirklich der Ort, an dem ich einen schönen Abend verbringen möchte.
Dann die Bedienung. Mir wurde zu keinem Zeitpunkt das Gefühl vermittelt, dass ich willkommen war. Das Essen wurde auf einer nett gestalteten, aber uninformativen Karte präsentiert. Erläuterungen vom Service geschweige eine Präsentation der Steaks und anderer Zutaten, wie ich es in vielen guten Steakhäusern erlebt habe, gar es leider nicht. Da gerade am neben Tisch das Essen serviert wurde, haben wir uns versucht, etwas zusammen zu reimen. Ein Fehler, wie sich herausstellen sollte.
Die Bestellung wurde aufgenommen und keine fünf Minuten später hatten wir die Vorspeise auf dem Tisch. Wenn man bedenkt, dass wir nicht die einzigen Gäste waren, kam der Cäsars Salat und mein halbes Dutzend Austern zu schnell. Der Salat war laut meiner Frau OK. In die gleiche Kategorie ordne ich die Austern ein. Wer schon einmal Sylter Austern gegessen hat, wird nachvollziehen können, wenn ich sage, das die geschmacklich um Längen besser sind. Ich kann leider nicht genau sagen, woher sie kamen, aber es fehlte schon das typische Aroma.
Zwischenzeitlich wurde die Weinbestellung aufgenommen. Da der nur per Flasche angeboten wurde und leider nicht per Glas, müssten wir uns in dem nicht perfektem Ambiente damit beschäftigen. Die Auswahl an Weinen war für meinen Geschmack zu Amerikanisch. Etwa 50% kamen aus dem Nappa Valley. Der Rest wurde auf ein paar Franzosen, Italiener, Spanier und Australische Weine verteilt. Das Pech wollte es, dass zwei meiner Lieblingsweine nicht mehr vorhanden waren, so dass wir uns dann doch auf einen 2003er Cabernet Sauvignion eingelassen haben. Der Wein kam gut temperiert. Dumm war nur, dass ich ihn während der Vorspeise testen sollte.
Die eigentliche Überraschung war aber der Hauptgang. Steffi hatte ein Filet Mignon geordert, die Größe wurde verschwiegen. Grob geschätzt lagen bei meiner Frau etwa 400 bis 500 Gramm Fleisch auf dem Teller. Das Lachen konnte ich mir nicht verkneifen. Gleiches blieb mir aber im Halse stecken, als umgehend danach mein Teller gebracht wurde. Das Rib Eye, meine Standardbestellung wann immer möglich, bedeckte den Teller vollständig. Ein Stück Knochen wurde mitgebraten. Wenn mich mein Sinn für das schätzen von Gewicht nicht vollständig verlassen hat, lagen da etwa 1 kg Fleisch auf meinem Teller.
Beide Stücke Fleisch, das Filet und das Rib Eye, waren Wunderbar gebraten und himmlisch zart. Geschmacklich ein echter Genuss, war es doch umgehend für uns klar, das ist nicht zu schaffen. Und so bestimmte der Umfang des Essens unsere Gesprächsthemen. Doggy Bag und die Tatsache, dass dieser nicht in unserer Natur liegt, inklusive.
Die Rechnung hat die 300$ Schallmauer deutlich durchbrochen. Ich erwähne das nicht, weil ich geizig bin, sondern weil das ein Betrag ist, bei dem ich Spitzenklasse erwarte. Und die war es nicht. Daher lautet mein abschließendes Fazit: Schade Wolfgang’s, der Abend nicht optimal. Nicht noch einmal.

Leser dieses Blogs wissen längst, dass ich hier von Zeit zu Zeit meine gastronomischen Erfahrungen Preis gebe. Und da ich einem guten Steak selten abgeneigt bin, ist oft ein solches Restaurant mein Ziel.

So auch dieses Mal, was für mich ganz besonders war. Meine Frau schenkte mir einen Besuch des Musicals Hair. Als “alter” Hippie war ich darüber mindestens genauso erfreut, dass die Aufführung in New York am Broadway war.

Kurz zum Musical. Nach Cats, Mama Mia und anderen deutschen Aufführungen war ich im siebten Himmel. Ich habe noch nichts authentischeres und dynamischeres erlebt. In jedem Fall ein Tipp und sogar eine Reise zum Broadway wert. Die Story basiert mehr auf dem original Musical als dem Film. Also auch für Leute, die den Film in und auswendig kennen, ein tolles Erlebnis. Mehr zu Hair bei Wikipedia).

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Von Frank Blome
Geschäftsführer der ProjectWizards GmbH. Auch sehr aktiv bei Google+.

Wie man mit gescheiterten Projekten umgeht

am 25. Mai 2010

Durch Zufall bin ich gerade auf ein nicht mehr ganz taufrisches aber inhaltlich immer noch aktuelles Video gestoßen. Darin gewährt Google-Vize-Präsidentin und Produktmanagerin Marissa Mayer Einblicke darauf, wie man bei dem Suchmaschinen-Giganten mit fehlgeschlagenen Projekten umgeht. Auf den Punkt gebracht lautet das Credo:

Don’t Kill Projects; Morph Them

Das heißt: Statt ein Projekt, das es aus irgend welchen Gründen nicht bis zur Produktreife schafft vollständig abzuwürgen, werden die Ergebnisse und Learnings in neue Projekte eingebracht. Und zwar systematisch. Wenn man weiß, wie viel bei Google entwickelt und bei Zeiten wieder verworfen wird, ist das ein nur allzu logisches Vorgehen. Aber auch wenn Sie nicht gerade Google sind, ist das ein empfehlenswerter Ansatz.

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Von Richard Joerges
Blogger, Sozial-Media-Berater, Autor und Mac-Spezialist.

Meetings sind Zeit- und Geldverschwendung. Es sei denn…

am 20. Mai 2010

Als selbständiger Berater staune ich nicht selten über die Meeting-Wut in deutschen Unternehmen. Gefühlt wird da wegen jeder Nichtigkeit ein Meeting einberufen. Die Ergebnisse sind meist mager und jeder scheint froh zu sein, wenn das Meeting endlich zu Ende ist und man wieder an die “richtige” Arbeit gehen kann. Keine Frage: Meetings sind ein Zeitkiller, häufig unnötig und damit reine Geldverschwendung.

Wenn ich in einem Meeting sitze, bei dem es nicht so recht voran zu gehen scheint, mache ich mir den Spaß auszurechnen, wie viel Geld die Firma gerade zum Fenster hinausschmeißt. Nach dem Motto, geschätztes Gehalt der  Teilnehmer mal verstrichene Zeit ist gleich Meeting-Kosten. Zugegeben, eine stark vereinfachte Rechnung. Aber wenn die Firma statt dieses Meeting abzuhalten gleich das Geld auf mein Konto überwiesen hätte… Nun ja, ich hätte schon längst ausgesorgt. :-)

Spaß bei Seite! Meetings müssen manchmal sein. Aber dann sollten sie auch effektiv geführt werden.

Dazu braucht man lediglich:

  1. Eine klare Zieldefinition: Was soll in dem Meeting erreicht werden?
  2. Ein klare Agenda und eine saubere Protokollführung, damit die Ergebnisse des Meetings a) sichtbar werden und b) nachvollziehbar sind.
  3. Eine Zeitvorgabe, die auch eingehalten wird. Und immer dran denken: In der Kürze liegt die Würze!
  4. Eine Teilnehmerliste die möglichst knapp gehalten ist. (Muss dieser oder jener Mitarbeiter wirklich dabei sein, oder reicht es, wenn man ihm bzw. ihr das Meeting-Protokoll weiterleitet?

Ergänzend dazu:

  • Sorgen sie für einen gut durchlüfteten Meetingraum. Spätestens nach einer Dreiviertelstunde ist in vielen Konferenzräumen die Luft so dick, dass kaum noch jemand zu einem zielführenden Gedanken fähig ist. Das Meeting zieht sich dann unnötig in die Länge und die Produktivität tendiert gegen Null.
  • Am effektivsten sind Meetings dann, wenn sie im Stehen abgehalten werden. Das funktioniert natürlich nur in gewissen Grenzen, was die Zahl der Agendapunkte (Meetinglänge) und Teilnehmer betrifft. Aber dann ist der Sinn des Meetings generell zu hinterfragen.

TIM, Time is Money Meetingkostenuhr (Bild: http://www.bringtim.com/)Wenn Sie allerdings zu den leidtragenden Mitarbeitern gehören, die keine Macht haben die Meetingkultur in Ihrem Unternehmen zu ändern, dann stellen Sie doch einfach mal TIM, die Meetingkosten-Uhr auf den Konferenztisch. Sie ersparen sich dann das Ausrechenen der Meetingkosten im Kopf, so wie ich es mache. Ausserdem sieht dann jeder Teilnehmer inklusive des Chefs, was die Kostenuhr geschlagen hat. (Auch wenn TIM leider offenbar nur in der Lage ist, Dollarbeträge anzuzeigen…)

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Von Richard Joerges
Blogger, Sozial-Media-Berater, Autor und Mac-Spezialist.