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Unternehmensgründung? Ja, aber leicht wird es nicht!

am 28. Juni 2011

Eine Präsentation über das Gründen eines neuen Unternehmens (aka Start-up), auf deren erster Folie steht “so you wanna do a startup, eh bwahahahahahahahahahahahaha…sucka…“, kann doch eigentlich nur gut sein. Oder?

Um es vorweg zu nehmen: Ja, sie ist gut! Wenn sich auch so manch zartes Gemüt von der, sagen wir mal…, hemdsärmeligen Sprache abgeschreckt fühlen mag, die Sache ist so ernst, dass drastische Worte schon mal sein dürfen. Auf alle Fälle ein Must-see für jeden, der an Selbständigkeit und Unternehmensgründung denkt.

Abgesehen vom sehr guten Inhalt wird mir bei dieser Präsentation auch deshalb so warm um`s Herz, weil sie letztendlich auf Apple`s legendäre Think-Different-Kampagne hinaus läuft. Und die ist es wiederum, die mich einst zum überzeugten Macianer gemacht hat: Here’s to the crazy ones. The misfits. The rebels. The troublemakers…“. Ich geb`s ja zu, das ich durch gute Werbung beeinflussbar bin. :-)

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Von Richard Joerges
Blogger, Sozial-Media-Berater, Autor und Mac-Spezialist.

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt

am 22. Juni 2011

Mit schöner Regelmäßigkeit gehen große, komplexe Software-Projekte schief (ein willkürlich gewähltes Beispiel: hier). Ich selbst kann mich sehr gut an ein Projekt bei einem Verlag erinnern, das ebenfalls grandios scheiterte. Man wollte damals die Eierlegende Wollmilchsau der Redaktionssysteme schaffen. Heute würde das wohl unter dem Schlagwort Enterprise Content Management oder kurz ECM laufen. Damals ging es schlichtweg darum etwas zu schaffen, bei dem Artikel und Bildmaterial einmal erfasst, für alle gängigen Medien publiziert werden können.

Gescheitert ist das Projekt deshalb, weil – siehe Überschrift – es immer anders kommt als man denkt. Denn erst in der Praxis hat sich gezeigt, dass sich der Publikationsprozess quer über alle Medien und Publikationen nicht vereinheitlichen ließ. Das eine Magazin benötigte beispielsweise fünf Zeilen Vorspann, das andere mindestens acht. Für die CD (die gab es damals noch auf Heften) wurde gar kein Vorspann benötigt und Online durften es nur zwei Zeilen sein. Kaum war das alles auseinander sortiert gab es bei irgendeiner der vielen Publikationen ein Redesign und schon durfte man wieder von vorne anfangen.

Wenn aber Pläne so häufig zur Makulatur (siehe auch agiles Projektmanagement) werden, warum planen wir dann überhaupt?

Eine passende Antwort liefert uns wieder einmal der große Stratege und ehemalige US-Präsident Dwight D. Eisenhower:

In preparing for battle, I have always found that plans are useless but planning is indispensable (unabdingbar).

Mit anderen Worten: Es kommt auf den Prozess des Planens an. Das hilft einem das Projekt und seine Parameter besser zu verstehen und versetzt einen in die Lage, im Falle eines Falles die richtigen Dinge zu tun um es am Ende doch erfolgreich abschließen zu können.

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Von Richard Joerges
Blogger, Sozial-Media-Berater, Autor und Mac-Spezialist.

Formale Methoden und Erwartungs-Management in Projekten

am 14. Juni 2011

Das beliebteste Thema in angelsächsischen Projektmanagement-Publikationen und Blogs scheinen mir Listen mit Gründen für das Scheitern von Projekten zu sein. So auch wieder mal auf dem von mir eigentlich geschätzten ProjectSmart-Blog, wo man dieses mal gleich 15 Gründe ausgemacht hat. Darunter sind wie immer die üblichen Verdächtigen, von der dürftigen Zieldefinition bis hin zu fehlerhaften Zeit- und Ressourcen-Einschätzung.

Zwei Gründe allerdings finde ich bemerkenswert:

  • Keine Anwendung formaler Methoden und Strategien“. Darüber lässt sich trefflich streiten. Ich kenne Menschen, die noch nicht einmal auf die Idee kämen sich Projektmanager zu nennen, die aber dennoch Projekte von beklemmender Komplexität unter höchstem Zeit- und Ressourcendruck problemlos und ohne jegliche formale Methode oder Strategie stemmen. Beispielsweise in der Gastronomie oder im Sozialwesen. Und wo bleibe die Innovation (siehe beispielsweise agiles Projektmanagement) wenn alles streng formal abliefe?
  • Wirklich gut und den einen oder anderen Gedanken wert finde ich den Grund “Ungenügendes Erwartungs-Management“. Tatsächlich ist das etwas, auf das man als Projektmanager meiner Meinung nach besonderes Augenmerk richten sollte. Denn häufig ist es doch so, das ein Projekt “überverkauft” (also sehr optimistisch angepriesen) werden muss, damit es vom Management grünes Licht erhält. Das weckt natürlich Erwartungen, die am Ende unter Umständen nicht erfüllt werden können. Mit dem Ergebnis, dass das Projekt als gescheitert betrachtet wird, obwohl es sehr gut seinen geplanten Zweck erfüllen würde. Und wie verhindert man das? Natürlich durch eine saubere Zieldefinition und eine beständige und ehrliche Kommunikation mit den Stakeholdern.

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Von Richard Joerges
Blogger, Sozial-Media-Berater, Autor und Mac-Spezialist.

WWDC 2011: Ein erstes Update aus San Francisco

am 7. Juni 2011

Für alle zuhause gebliebenen hat Apple den Mitschnitt der gestrigen Keynote online gestellt. Auch wenn Sie schon alles darüber gelesen haben, ansehen lohnt sich. Wie immer! Zum einen, weil es unterhaltsam ist, zum anderen weil es wieder mal eine meisterhafte Demonstration dessen ist, wie man richtig präsentiert. Da stimmt einfach alles…

Mittlerweile haben wir auch die ersten Nachrichten von Frank direkt aus San Francisco erhalten. Als erfahrene WWDC-Besucher haben es sich unsere Leute Vorort gespart sich schon morgens um drei Uhr in die Schlange für den Eintritt zur Keynote einzureihen. Statt dessen gingen sie direkt in einen der Räume, in die die Show live übertragen wurde. Was es bedeutet, wenn mehr oder weniger 5.200 Leute eine Keynote sehen wollen, konnte man am Moscone-Center so gegen neun Uhr Morgens kurz vor Beginn der Veranstaltung sehen. Da wickelte sich die Schlange für den Eintritt gefühlt immer noch einmal rund um den Block.

Interessant: Die hier in Deutschland eher kritisch betrachtete iCloud stieß selbst im besagten Ausweichraum – also dort wo die nicht ganz so großen Fanatiker gelandet sind und Steve Jobs Reality-Distortion-Field nicht direkt wirkt – auf Applaus.

 

 

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Von Richard Joerges
Blogger, Sozial-Media-Berater, Autor und Mac-Spezialist.