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Der Tag danach: Die Apple-Neuheiten im Überblick

am 21. Juli 2011

Schwupp und plötzlich war es da: OS X Lion steht seit gestern im Mac App Store für 23,99 Euro zum Kauf bereit. Dem nicht genug, hat Apple auch noch neue MacBook Airs, Mac minis und ein Display vorgestellt.

Einen ersten Erfahrungsbericht zu OS X Lion gibt es demnächst hier im Blog. Tipps und Antworten auf die wichtigsten Fragen für die Installation finden sie bei ZDnet, ob alle Ihre Programme OS X Lion vertragen können Sie hier nachsehen und den wie immer ultimativen und absolut lesenswerten Test lesen Sie bei Ars Technica.

Thunderbolt-Display (Foto: Apple)Kommen wir also zu den Hardware-Neuheiten. Die haben es nämlich teilweise in sich. Da wäre beispielsweise der neue Monitor. Ich fange damit an, weil sich die Berichterstattung geballt auf die neuen MacMook Airs stürzt. Dabei werden gerade die erst mit dem neuen Display so richtig gut. Warum? Weil das neue Display eigentlich eine Thunderbolt-Dockingstation und so auch die kleinen MacBook Airs bürotauglich machen. Die zusammen mit Intel entwickelte Allzweck-Schnittstelle sorgt dafür, dass ein einziges Kabel genügt, um alle wichtigen Anschlüsse vom Rechner zum Monitor bzw. vizeversa zu leiten.

Der wie gehabt 27 Zoll große und 999 Euro teuere Cinema-Display-Nachfolger lässt fast keine Wünsche offen: FaceTime HD-Kamera, 2.1-Lautsprechersystem, einen MagSafe-Anschluß, sowie drei USB 2.0-Anschlüsse. Neu hinzu gekommen sind ein FireWire 800-Port, ein Gigabit Ethernet-Anschluß sowie logischerweise die Thunderbolt-Schnittstelle, an die bis zu fünf zusätzliche Thunderbolt-Geräte in Serie angeschlossen werden können. Manchen Profis dürfte allerdings aufstoßen, dass es das Display lediglich in einer Hochglanzspiegel-Variante gibt. (more…)

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Von Richard Joerges
Blogger, Sozial-Media-Berater, Autor und Mac-Spezialist.

Neues rund um Google, Apple und Co.

am 13. Juli 2011

Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber nach einer gewissen Zeit des gefühlten Stillstandes, scheint sich momentan alles zu überschlagen. Und damit meine ich nicht nur die Weltpolitik und Wirtschaft mit den drohenden Pleiten der USA und halb Europas, sondern eher unser liebstes Betätigungsfeld, die IT.

Da wäre zunächst einmal Google. Nicht nur, dass dessen mobiles Betriebssystem OS immer mehr an Fahrt gewinnt und iOS zahlenmäßig wohl weit hinter sich lassen wird (wobei iOS natürlich das bessere und betriebswirtschaftlich gesehen erfolgreichere mobile OS bleiben wird), mit Google+ hat der Suchmaschinenriese nun endlich auch ein soziales Netzwerk am Start, das im Gegensatz zum Vorgänger Buzz dem Platzhirschen Facebook wirklich Konkurrenz machen könnte.

Kein Wunder also, das viele Social-Media-Interessierte gerade etwas aus dem Häuschen sind und Twitter, Facebook & Co. gerade ein wenig vernachlässigen. Für Mac- und Apple-Fans ist Google+ sowieso ein Muss, stammt doch die Benutzeroberfläche vom Revolutionär aller grafischen Oberflächen und Vater des Mac-Desktopps Andy Hertzfeld, der mit seinem Apple-Geschichts-Portal Folklore.org immer noch aktiver Teil der Mac-Szene ist.

Was mich gerade aber wirklich stresst, angesichts des baldigen OS-X-Lion-Launches, sind die diversen Änderungen am Apple-Biotop mit direkter Auswirkung auf mich persönlich und dem entsprechenden Handlungsbedarf:

1. OS X Lion

Ich habe doch tatsächlich eine Software im Einsatz, die nicht unter Lion läuft. Sie hat mir Jahre lang treue Dienste geleistet und debütierte auf meinem weissen iBook (Hinweis für Neewbies: iBook hiessen früher die Apple-Notebooks und nicht der Apple-Online-Buchhandel, denn den gab es damals noch nicht). Zig Systemwechsel später bedeutet OS X Lion, das nun endgültig mit der PowerPC-Emulation Rosetta Schluss macht, dass ich auf ein anderes, zeitgemäßeres Programm umsteigen muss. Das kostet Geld und Nerven, denn schließlich müssen fast 10 Jahre an Daten exportiert und in die neue Anwendung importiert werden. Tipp: Hier können Sie überprüfen, ob alle Ihre Programme OS X Lion vertragen.

2. iCloud und .Mac aka MobileMe

Ob Sie es glauben oder nicht, ich gehöre offenbar tatsächlich zu den wenigen überzeugten .Mac-Nutzern (ich nenne es immer noch so, weil mir MobileMe nicht gefällt und ich schon immer den Seitenhieb auf Microsofts .Net mochte). Mein Account stammt tatsächlich noch aus der Startphase vor rund zehn Jahren und hat mir viele Jahre treue Dienste geleistet. Er vorsorgt mich mit meiner primären E-Mail-Addresse (ich hatte immer das irrationale Gefühl ein gemanagter und bezahlter E-Mail-Account sei die sicherste Variante), vor allem aber synchronisiert er wichtige Daten zwischen meinen System und versorgt mich mit einem virtuellen Laufwerk auf dem ich wichtige Daten sichern kann. Und genau dieses Feature soll entfallen und so werde ich wohl oder übel auf Dropbox ausweichen müssen. Oder hat jemand unter den Lesern eine bessere Alternative?

3. MacBook Air und MacBook Pro

Dann wäre da noch das Gerücht um die neuen MacBook Airs. Gut möglich, dass das die ersten MacBooks einer vollkommen neuen Generation werden. Auf jeden Fall sind es die ersten Apple-Rechner, die vollständig auf OS X Lion ausgerichtet sind. Oder soll ich doch lieber auf die angeblich für nächstes Jahr anvisierten neuen MacBook Pros warten? Gerüchteweise soll es sich dabei um vollkommen neu entwickelte Geräte handeln, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat. So oder so, meine Kreditkarte windet sich jetzt schon vor Schmerzen… ;-)

4. iOS und das iPhone

Ich weiß, das klingt nach Weicheigejammer auf hohem Niveau, aber es dräut für mich weiteres “Ungemach” am Apple-Himmel. Nämlich ein neues iOS und ein neues, wahrscheinlich deutlich leistungsfähigeres iPhone 5. Das ist auf der einen Seite toll, auf der anderen bedeutet es, dass das jetzt schon ins Update-Abseits geschobene iPhone 3G meiner Frau endgültig obsolet wird und mein treues Iphone 4 auch langsam zum alten Eisen gehören wird. Schon jetzt bringt so manche Software den eigentlich recht flotten Chipsatz des noch aktuellen Apple-Handys ins stottern. Neuere Apps laufen auf dem 3G so gut wie überhaupt nicht mehr. Dabei sind Hardware und sogar die Akkus der beiden iPhones noch super in Schuss. Was für eine Verschwendung…

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Von Richard Joerges
Blogger, Sozial-Media-Berater, Autor und Mac-Spezialist.

WWDC 2011: Ein erstes Update aus San Francisco

am 7. Juni 2011

Für alle zuhause gebliebenen hat Apple den Mitschnitt der gestrigen Keynote online gestellt. Auch wenn Sie schon alles darüber gelesen haben, ansehen lohnt sich. Wie immer! Zum einen, weil es unterhaltsam ist, zum anderen weil es wieder mal eine meisterhafte Demonstration dessen ist, wie man richtig präsentiert. Da stimmt einfach alles…

Mittlerweile haben wir auch die ersten Nachrichten von Frank direkt aus San Francisco erhalten. Als erfahrene WWDC-Besucher haben es sich unsere Leute Vorort gespart sich schon morgens um drei Uhr in die Schlange für den Eintritt zur Keynote einzureihen. Statt dessen gingen sie direkt in einen der Räume, in die die Show live übertragen wurde. Was es bedeutet, wenn mehr oder weniger 5.200 Leute eine Keynote sehen wollen, konnte man am Moscone-Center so gegen neun Uhr Morgens kurz vor Beginn der Veranstaltung sehen. Da wickelte sich die Schlange für den Eintritt gefühlt immer noch einmal rund um den Block.

Interessant: Die hier in Deutschland eher kritisch betrachtete iCloud stieß selbst im besagten Ausweichraum – also dort wo die nicht ganz so großen Fanatiker gelandet sind und Steve Jobs Reality-Distortion-Field nicht direkt wirkt – auf Applaus.

 

 

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Von Richard Joerges
Blogger, Sozial-Media-Berater, Autor und Mac-Spezialist.

Kommentar und Analyse der WWDC 2011 Keynote

am 6. Juni 2011

Die Keynote der diesjährigen WWDC war anders als alle vergangenen Keynotes. Erinnern wir uns wie es früher war: Kein Schwein wusste was kommt, sämtliche Spekulationen im Vorfeld erwiesen sich schon nach wenigen Minuten mit Jobs auf der Bühne als Makulatur und zum Schluss kam dann noch das gute alte “One more thing”. Letzteres ist irgendwann dann einmal verschwunden (gut, gestern kam es kurz vor Schluss wieder) und nahm dem Ende der typischen Keynote etwas an Reiz. Tja und heutzutage? Da hat Apple doch tatsächlich im Vorfeld schon eine Pressemitteilung verschickt mit den Themen der diesjährigen Keynote und der Versicherung, dass Steve Jobs himself auf der Bühne stehen wird…

Nun ja, spannend ist es dann irgendwie doch geworden. Zum einen, weil auch dieses mal allerhand Superlative verkündet werden konnten (zum Beispiel dass es bis dato 54 Millionen Mac-Anwender gibt), zum anderen, weil das gesamte Apple-Ökosystem sich so radikal ändert, dass den Mitbewerbern Microsoft und Google Hören und Sehen vergehen müssten. Denn, während die Windows-Macher aus Redmond und der Suchmaschinenriese aus Kalifornien noch in Kategorien wie PC, Smartphone, Betriebsystem, Programme auf Datenträgern und Dateisystemen in denen Dinge “von Hand” gespeichert werden müssen, denken, hat Apple den schon lange angekündigten und ziemlich radikalen Paradigmenwechsel in Richtung “Post-PC-Ära” gezeigt. (more…)

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Von Richard Joerges
Blogger, Sozial-Media-Berater, Autor und Mac-Spezialist.