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Was “agile” wirklich bedeutet

am 9. Mai 2011

Seit geraumer Zeit ist agiles Projektmanagement auch ausserhalb der Software-Branche hoffähig geworden. Nicht zuletzt, weil auch beispielsweise das PMI diesen “Gegenentwurf” zum hierarchischen Wasserfall-Modell im wahrsten Sinne des Wortes assimiliert hat. Leider wird mit dem Begriff “agile” – wie sollte es anders sein – auch viel Schindluder betrieben. Uns so bekommt so mancher Prozess das Label “agile”, nur weil einzelne Begriffe aus Scrum & Co. entlehnt sind.

Vergessen wird dabei gerne der eigentlich “revolutionäre” Grundgedanke dahinter: “Agile” zu sein bedeutet, dass nicht “die da oben” sagen wo es lang geht, sondern “diejenigen, die die tatsächliche Arbeit leisten”. Die Idee dabei ist, dass die ausführende Basis besser weiß was wie und in welcher Zeit zu leisten ist, als das praxisferne Management in den Führungsetagen.

Was auf den ersten Blick nach “linker Utopie” klingt, ist in Wirklichkeit auch ein gutes Stück kapitalistischer “Darwinismus”, (more…)

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Von Richard Joerges
Blogger, Sozial-Media-Berater, Autor und Mac-Spezialist.

Beim Projektmanagement ist Kontrolle besser als Vertrauen

am 15. April 2011

Da ich diese Woche bekanntlich in Berlin auf der re:publica unterwegs bin, hatte ich schon befürchtet nicht genug Inspiration für das Thema Projektmanagement zu erhalten. Dem war dann zum Glück nicht so. Los ging es heute Morgen im Hotel. Dazu muss man wissen, dass Berlin zwar chronisch pleite ist und ausser durch etwas Kulturbetrieb, ein wenig Medienindustrie und professionellen, politischen Lobbyismus seine Wirtschaftskraft vor allem aus den Töpfen der Bundesanstalt für Arbeit schöpft (Ok, das war jetzt gemein, aber Sie wissen was ich meine. Stichwort: Präkariat und Generation Praktikum), ansonsten aber aus dem Vollen lebt. Beispielsweise dadurch, dass hier gefühlt jeden Tag ein neues, total überkanditeltes Design-Hotel seine Pforten öffnet. (more…)

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Von Richard Joerges
Blogger, Sozial-Media-Berater, Autor und Mac-Spezialist.

Let`s go west: ProjectWizards eröffnen Filiale in den USA

am 1. Juni 2010

Es ist so weit: Heute, am 1. Juni startet unser US-Tochterunternehmen ProjectWizards Inc. Als Geschäftsführer und kompetenten Partner konnten wir unseren langjährigen Freund Dave Prior gewinnen. Damit startet für die ProjectWizards ein neues Kapitel, denn bislang wurden die US-Kunden lediglich durch eine Handels-Dependance bedient.

Aber warum überhaupt eine amerikanische Tochterfirma gründen? Wir wollen an unseren US- Kunden genauso nah dran sein, wie an unseren europäischen und deutschen Kunden. Das heißt auch, dass wir native Speaker als Ansprechpartner vor Ort haben möchten und dass wir jemanden brauchen, der den amerikanischen Projektmanagement- und Softwaremarkt wie seine Westentasche kennt. Und natürlich wollen wir unser in Deutschland sehr erfolgreiches Schulungsangebot auch in den USA vorantreiben.

Mit Dave Prior haben wir dafür genau den Richtigen gefunden: Dave ist seit sechzehn Jahren professioneller Projektmanager und Projektmanagement-Berater, er war lange Zeit beim Project Management Institute (PMI) aktiv und dort auch im Vorstand der IT&T SIG. So ganz nebenbei ist er auch zertifizierter Scrum-Master und steht damit für die Verschmelzung alt hergebrachter und agiler Projektmanagement-Methoden. Aber noch viel wichtiger: Dave kennt Merlin wie kein zweiter, ist er doch schon seit der ersten Version Nutzer der erfolgreichen Projektmanagement-Software aus Deutschland.

Was ändert sich konkret? Für die nichtamerikanischen, und damit auch für die deutschsprachigen Nutzer überhaupt nichts. Melle in Deutschland bleibt nach wie vor Hauptsitz der Firma und auch bei den Ansprechpartnern im Support und Vertrieb wird sich nichts ändern. Unsere US-Freunde können sich jedoch über eine äusserst kompetente und rührige Vor-Ort-Vertretung in der Person von Dave freuen.

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Von Richard Joerges
Blogger, Sozial-Media-Berater, Autor und Mac-Spezialist.

Kanban ganz kurz erklärt

am 19. April 2010

In einem früheren Posting habe ich versprochen, hier auf MacPM Kanban vorzustellen. Kanban kommt, wie viele andere neuartige Produktions-, Management- und Organisations-Ideen aus dem Toyota-Produktionssystem und dient der Organisation der Just-in-time-Produktion. Es bedeutet wörtlich übersetzt “Signalkarte”. Doch die Kartenidee hat im (Software-) Projektmanagement ausgedient, statt dessen wird mit Klebezetteln bzw. Haftnotizen gearbeitet. Die Idee ist folgende:

An einem Kanban-Board, das kann eine Tafel oder ein Whiteboard sein, werden die Prozessschritte (z.B. Planung, Programmierung, Implementation, Roll-out, etc. ) in Spalten angeordnet. Die Anforderungen, sprich Aufgaben, Features oder – Scrum lässt grüßen – Userstories werden horizontal angeordnet. Das heißt, das Kanban – sprich die Haftnotiz – wandert von Spalte zu Spalte bis der Aufgabe erledigt ist.

Damit die Teamarbeit reibungslos klappt, empfiehlt sich für jede Spalte eine zusätzliche “Erledigt”-Spalte. Diese hat unter anderem die Aufgabe, quasi als Auffangstation oder Zwischenspeicher zu dienen. Das ist notwendig, denn jede Station (repräsentiert durch die jeweilige Spalte) holt sich a) das Kanban selbst aus der vorhergehenden Spalte (Pull-Prinzip) und b) nur dann, wenn es Kapazitäten frei hat. Diese Kapazitäten werden vorher festgelegt. Mit anderen Worten: Man sieht sofort ob es Engpässe gibt und wenn ja, wo sie liegen. Nämlich dort, wo sich die Kanban-Zettel häufen.

Wichtig: Kanban ist keine Projektmanagement-Methode, sondern lediglich eine Organisationsform – quasi eine getunte To-do-Liste – und kann dem entsprechend mit Projektmanagement-Methoden wie etwa dem guten alten Wasserfall oder Scrum kombiniert werden. Klar, dass daraus sofort der Begriff Scrumban entstanden ist.

Kanban macht gerade in letzter Zeit nicht nur im Projektmanagement Furore, sondern auch als Tool für die Selbstorganisation und das Zeitmanagement. Das heißt dann Personal Kanban und ist quasi eine abgespeckte Form des Ganzen. Mehr dazu in einem späteren Blog-Posting).

Zugegeben, das hier ist eine arg verkürzte Beschreibung von Kanban. Falls Sie mehr darüber wissen wollen, hier ein paar deutschsprachige Ressourcen:

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Von Richard Joerges
Blogger, Sozial-Media-Berater, Autor und Mac-Spezialist.